Jugend, Familie und Schule

Wir unterstützen Jugendliche und Familien mit ambulanten Hilfeangeboten und sozialen Trainings.

Kosten

Wir beraten Sie gern und helfen Ihnen auf Wunsch bei den nötigen Anträgen und Behördengängen oder bei der Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Nehmen Sie diesbezüglich gerne jeder Zeit Kontakt zu uns auf.

Kontakt

Sie haben bereits Fragen oder sind interessiert? Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Zum Kontakt

Unsere Jugendhilfe: Ambulante Hilfen zur Erziehung

Gemeinsam sind wir stärker!

Impulse e.V. bietet im Rahmen der ambulanten Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII) die Möglichkeit, Sie als Eltern oder dich als Kind oder Jugendlichen auf dem Weg dahin zu unterstützen die familiäre Situation zu verbessern.

Als Eltern…

  • kommen Sie mit der Erziehung Ihrer Kinder nicht mehr zurecht,
  • fühlen Sie sich überfordert mit der Erziehung,
  • wünschen Sie sich manchmal Rat und Unterstützung, die Ihnen helfen den Bedürfnissen des Familienalltags gerecht zu werden?

Als Kind oder Jugendlicher…

  • fühlst du dich nicht wohl Zuhause und hast oft Stress mit deinen Eltern,
  • möchtest Du, dass ihr euch Zuhause wieder alle besser miteinander versteht
  • hast Du Probleme in der Schule oder mit Freunden und brauchst Hilfe?

Sie als ganze Familie, Eltern(-teil), Kind oder Jugendlicher…

  • können von uns in allen Fragen und Problemen rund um die Familie beraten werden
  • können von uns bei Ämtergängen, Arztbesuchen o.ä. begleitet werden
  • können Unterstützung erhalten in allen sozialrechtlichen und finanziellen Fragen
  • können von uns in andere Hilfeformen vermittelt werden

Ein Antrag auf Hilfen zur Erziehung wird über das örtliche Jugendamt gestellt. Der impulse e.V. arbeitet mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf und dem Jugendamt Oelde zusammen.

Hilfen zur Erziehung umfassen verschiedene Hilfeformen:

  • Erziehungsbeistandschaft (§ 30 SGB VIII) – weitere Informationen finden Sie hier
  • Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII) – weitere Informationen finden Sie hier
  • Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35 SGB VIII)– weitere Informationen finden Sie hier
  • Begleiteter Umgang (§ 18, Abs. 3, SGB VIII) – weitere Informationen finden Sie hier
  • Tandem-Bezugsbetreuung (§27 SGB VIII) – weitere Informationen finden Sie hier

Außerdem führen wir Potenzialanalysen an den weiterführenden Schulen im Kreis Warendorf durch.

Wenn Sie mehr über die einzelnen Angebote erfahren wollen, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link oder wenden Sie sich an unsere Ansprechpartner.

Zum Team der Jugendhilfe gehören:

Anika Winnands (Bereichsleitung)
02581 9328-18
0172 29 85 775
winnands@impulse-warendorf.de

Inga Frewert
02581 9328-18
0151 15 51 49 83
frewert@impulse-warendorf.de

Dominik Knust
02581 9328-20
0172 53 44 445
knust@impulse-warendorf.de

Franziska Ruhe
02581 9328-21
0172 66 34 910
ruhe@impulse-warendorf.de

Begleiteter Umgang (§ 18, Abs. 3, SGB VIII)

Begleitung und Beratung zum Wohl des Kindes

Beim begleiteten Umgang wird einem Elternteil (oder anderen Umgangsberechtigten) der Umgang mit dem Kind bei Anwesenheit einer neutralen, psychologisch geschulten Person gewährt, welche den Umgang überwacht und dafür sorgt, dass er zum Wohl des Kindes verläuft.

Hintergrund

Eltern und Kinder haben auch nach einer Trennung oder Scheidung das Recht auf Umgang miteinander. Häufig kommt es dabei zu Fällen, in denen der das Kind betreuende Elternteil den alleinigen Umgang des Umgangsberechtigten mit dem Kind verweigert.

In strittigen Fällen kann per Vergleich, Gerichtsbeschluss oder auf Vorschlag des Jugendamtes der betreute Umgang angeordnet bzw. vereinbart werden. Eine Anordnung kann auch erfolgen, wenn nach Auffassung des Familiengerichts ansonsten eine Gefährdung des Kindeswohls gegeben wäre. Im Auftrag des Jugendamtes begleiten wir diese Besuchskontakte. Hierfür können wir unsere Büros in Warendorf und Oelde zur Verfügung stellen.

Ausgangspunkt der Hilfestellung ist das vorhandene Lebensumfeld beider Parteien, wobei die pädagogische Arbeit im Sinne eines lösungsorientierten Ansatzes darauf abzielt, die am Prozess beteiligten Personen zu befähigen, ihre individuellen Ressourcen und Potentiale zu entdecken und konstruktiv zur Konfliktlösung und Konfliktbewältigung zu nutzen.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an:

  • Kinder und Eltern in belasteten Trennungs- und Scheidungssituationen – beispielsweise im Kontext von Umgangsverweigerung oder Kontaktverunsicherung;
  • Kinder und Eltern, bei denen die Ausgestaltung des Umgangsrechts auf Grund einer Weisung des Familiengerichts im Rahmen von Sorgerechtsentscheidungen reglementiert wurde;
  • Elternteile (oder andere Umgangsberechtigte), die den Umgang mit dem Kind nicht in eigener Verantwortung durchführen können – beispielsweise bedingt durch psychische Behinderung oder Suchterkrankung
  • Elternteile, bei denen eine Gefährdung des Kindeswohls während der Umgangskontakte nicht ausgeschlossen werden kann – beispielsweise durch die Gefahr einer Kindesentziehung oder bei vorliegendem Missbrauchsverdacht;
  • Kinder und Jugendliche, die nach einer Trennung der Eltern, nach längerer Abwesenheit eines Elternteils, oder auf Grund eigener stationärer Unterbringung (Klinik, Jugendhilfeeinrichtung, u.ä.) einer professionellen Unterstützung, Beratung und Begleitung beim Umgang mit den Eltern bedürfen.

Ziele

Ziele, Inhalte und Ausgestaltung der Maßnahme werden in Absprache mit dem zuständigen Jugendamt und den Leistungsberechtigten bzw. -empfängern einzelfallorientiert vereinbart. Richtziel ist der Abschluss einer tragfähigen Elternvereinbarung, so dass der Umgang künftig ohne Begleitung durchgeführt werden kann.

Die konkreten Ziele können für drei Ebenen formuliert werden:

Kind-Ebene: Wahrung der Interessen und Bedürfnisse des Kindes/Jugendlichen, Abgrenzung von den Elternkonflikten/-problemen, Stärkung des Kindes/Jugendlichen, Identitätsentwicklung, Ausschluss von Gefährdungsrisiken wie z.B. (erneuten) Traumatisierungen, etc.

Eltern-Ebene: Entwicklung von Dialogkompetenzen und Sensibilisierung für die Bedürfnisse des Kindes/Jugendlichen, Unterstützung bei der konstruktiven Ausübung elterlicher Verantwortung, Überwindung von konfliktreichen Familienkonstellationen, etc.

Eltern-Kind-Ebene: Förderung elterlicher Kompetenzen und kindlicher Potentiale, Verstehen der belastenden Problemfaktoren (z.B. psychische Probleme), Erlernen von Konfliktlösungsstrategien zum Wohle des Kindes/ des Jugendlichen, etc.

Haben Sie Fragen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!

Erziehungsbeistandschaft (§ 30 SGB VIII)

Das Kind im Mittelpunkt!

Die Erziehungsbeistandschaft steht Kindern oder Jugendlichen als Hilfe zur Verfügung, um sie bei der Bewältigung von Problemen in der Familie, mit den Eltern oder anderen Entwicklungsaufgaben zu unterstützen. Das Kind oder der Jugendliche steht dabei im Fokus der Hilfe und wird als Einzelperson mit seinen individuellen Problemen gesehen, ohne aber Eltern, das soziale Umfeld und die familiären Strukturen, Freunde oder Schule außer Acht zu lassen.

Sowohl der Aufbau stabiler Beziehungen als auch die Verselbständigung sind wichtige Bausteine.

In der Arbeit mit den Mädchen oder Jungen geht es um persönliche Beziehung,  lebenspraktische Hilfen und Kontakte mit dem Umfeld, Gespräche, um gemeinsam Lösungen zu finden, aber auch gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35 SGB VIII)

Flexibel, individuell und mobil – Unterstützung beim Erwachsen-Werden

Die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung ist ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene, die einer sehr individuellen Unterstützung bedürfen.

Mögliche Inhalte der ISE sind:

  • Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten und Krisensituationen
  • Hilfe bei der Beziehungsklärung (insbesondere in Bezug auf die Herkunftsfamilie)
  • Bearbeitung persönlicher Probleme und Fragestellungen
  • Unterstützung bei der sozialen Integration (z.B. Unterstützung bei der schulischen und beruflichen Orientierung, Bewerbungs- und Motivationstraining…)
  • Erweiterung der sozialen Kompetenz
  • Entwicklung von Lebens- und Zukunftsperspektiven
  • Begleitung bei der Verselbstständigung
  • Strukturierung des Tagesablaufs
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche und –einrichtung
  • Unterstützung im Umgang mit Finanzen (z.B. Beratung und Hilfe bei Vertragsabschlüssen, Geldverwaltung/Haushaltsbuch…)
  • Unterstützung im Umgang mit Behörden und Institutionen

Der Stundenumfang wird individuell vereinbart.

 Zielgruppen

Junge Menschen zwischen 16 und 18 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren Eltern leben wollen oder sollen, aber noch nicht in der Lage sind, die vielfältigen Anforderungen und Aufgaben allein zu bewältigen, können in einer eigenen Wohnung betreut und begleitet werden. Diese Jugendlichen brauchen noch eine erwachsene Person, die sie dabei begleiten, ihr Leben positiv zu gestalten, wenn die Eltern diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen (können).

Hier steht die Verselbständigung im Vordergrund – wir begleiten bei der Wohnungssuche, den finanziellen Angelegenheiten, der Entwicklung einer schulischen oder beruflichen Perspektive, der Tagesstruktur und ggfls. auch dem Umgang mit den Eltern. Aber auch ganz praktische Dinge wie Einkaufen, Kochen, Waschen können eingeübt werden.

Wir wollen Jugendliche unterstützen, eine für sich positive Zukunftsperspektive zu erarbeiten und zu gestalten.

Tandem-Bezugsbetreuung

Das Konzept „Tandem“ steht derzeit als Bezugsbetreuung nach §27 SGB VIII im Rahmen einer individuellen Hilfe- und Förderplanung an den Oelder Schulen zur Verfügung. Dabei wird aus der Kooperation zwischen Eltern, Jugendhilfe und Schule ein inklusives Angebot für Schülerinnen und Schüler. impulse e.V. übernimm die Bezugsbetreuung derzeit an drei Oelder Grundschulen.

Vor allem im Rahmen der Schulzeit werden Schülerinnen und Schüler von pädagogischen Fachkräften begleitet und gefördert. Aber auch im häuslichen Umfeld stehen die Fachkräften Eltern und ihren Kindern beratend und begleitend zur Seite. Das Bezugsbetreuungssystem bietet Kindern, Jugendlichen und deren Familien sowie Dritten, wie z.B. Lehrern, einen festen und verlässlichen Ansprechpartner und schafft eine Vernetzung zwischen allen Beteiligten.

Die Zielsetzungen des Angebots lauten:

  • Das Selbstwertgefühl der Kinder ist weiterentwickelt und gestärkt.
  • Die Interessen und Stärken der Kinder sind erkannt, bestärkt und den Bezugspersonen, z.B. Eltern, Lehrern usw. vermittelt.
  • Die soziale Kompetenz der Kinder, Jugendlichen und Eltern ist gestärkt.
  • Die Eltern haben ihre Erziehungsunsicherheiten erkannt und ihr Verhalten geändert bzw. können konstruktiv damit umgehen und Hilfestellungen für ihre Kinder geben.
  • Die Kinder, Jugendlichen und Eltern sind in das soziale Umfeld eingebunden
  • Die Kinder, Jugendlichen und deren Familien haben gute Beziehungen innerhalb ihrer Familie aufgebaut bzw. wieder hergestellt.
  • Die Eltern haben einen emotionalen Zugang zu ihrem Kind.

Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII)

Unterstützung für die gesamte Familie

Im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe werden Familien durch intensive Betreuung, Begleitung und Beratung unterstützt.

Diese Hilfe richtet sich an die ganze Familie und wird insbesondere bei Problemen in der Erziehung, der Alltagsbewältigung oder bei schweren Konflikten und Krisen in der Familie angeboten bzw. in Anspruch genommen und orientiert sich an den Bedürfnissen der Familie. Hier können auch unterschiedliche Familienmitglieder unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche haben.

Mit den Familien wird gemeinsam nach für sie passenden Lösungen gesucht:

Wir unterstützen Eltern dabei,

  • neue Perspektiven und Haltungen in der Erziehung ihrer Kinder zu entwickeln,
  • die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern wieder zu verbessern.

Wir geben Unterstützung und Begleitung bei konkreten Anliegen wie Behördengängen, Finanzen oder Tagesstruktur.

Unter Einsatz verschiedener Methoden arbeiten wir mit der ganzen Familie oder Teilen, um neue Perspektiven aufzuzeigen, zu entwickeln und Anregungen zu geben.

Wir arbeiten nach dem systemischen Ansatz, d.h. wir gehen davon aus, dass nie nur ein Familienmitglied für das Problem oder die Krise verantwortlich ist, sondern immer alle beteiligt sind. Kleine Veränderungen können dann schon eine große Wirkung auf alle haben.

Den Familien wird nicht die Verantwortung genommen, sondern sie werden durch Hilfe zur Selbsthilfe zu eigenen Lösungen angeregt, um ihre Ziele zu erreichen.

Die Hilfen dienen immer dem Wohl der Kinder. Ist das Kindeswohl nicht mehr gewährleistet, wird dies in der Hilfeplanung entsprechend benannt und berücksichtigt.

Teilzeitberufsausbildung (TEP)

Berufsausbildung in Teilzeit — Einstieg begleiten und Perspektiven öffnen

Seit dem 01.01.2016 bietet der impulse e.V. im Kreis Warendorf Müttern und Vätern ohne anerkannten Berufsabschluss Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Teilzeit an. TEP heißt das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalens geförderte Programm.

Das Angebot

In der Praxis orientiert sich die Umsetzung der Ausbildung in Teilzeit an folgendem Modell:

  • Die Arbeitszeit einschließlich des Berufsschulunterrichts beträgt mindestens 25 Wochenstunden (bzw. 75% der wöchentlichen Arbeitszeit), in der Regel 30 Stunden.
  • Die tägliche Arbeitszeit soll höchstens sechs Stunden betragen.
  • Die Vergütung kann entsprechend der zeitlichen Verkürzung 75 Prozent ausmachen und wird vom Betrieb getragen.

Der impulse e.V. bietet den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern:

  • eine vorangehende Beratung,
  • Hilfe bei der Organisation der Kinderbetreuung,
  • individuelles Bewerbungstraining und
  • Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz.

Teilnahmebedingungen

Die ersten acht Monate der Ausbildung werden durch den impulse e.V. begleitet, wozu Hilfsangebote bei persönlichen und finanziellen Fragen und ein individueller Stützunterricht zur Begleitung des Berufsschulunterrichts gehören.

Um am TEP-Lehrgang teilnehmen zu können, müssen Interessierte folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • sie erziehen ihr/e Kind/er oder betreuen pflegebedürftige Angehörige,
  • sie haben noch keine abgeschlossene Berufsausbildung,
  • sie verfügen über einen (für die Ausbildung erforderlichen) Schulabschluss.

Wichtig: Es besteht keine Altersgrenze!

Interessierte können sich zu einem ersten Beratungsgespräch direkt an den impulse e.V. wenden. Ihre Ansprechpartnerin ist Claudia Breer.

Weiterführende Informationen

Hier können Sie einen Youtube-Film der Regionalagentur Münsterland zur Teilzeitausbildung ansehen oder sich eine Broschüre herunterladen.

Kontakt

Bei Fragen oder Interesse rufen Sie uns gerne an.
Wir freuen uns immer auf gute Gespräche!

Ihre Ansprechpartner:

Stefanie Pickenäcker
Monique Rohde

Verwaltung
Mo-Do 08:00 – 17:00 Uhr
Fr 08:00 – 13:00 Uhr
02581 9328-0
02581 9328-10

Lena Dhaliwal
Geschäftsführung
02581 9328-11

Oder schreiben Sie uns eine E-Mail:
info@impulse-warendorf.de

von William Iven

Anschrift und Anfahrt

impulse e. V.
Splieterstraße 27
48231 Warendorf

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds


Icons made by Freepik from www.flaticon.com is licensed by CC BY 3.0